Cartier Koskoschnik von Großfürstin Elena Vladimirovna
Diamant
Kokoschnik von Cartier angefertigt für Großfürstin Elena Vladimirovna,
einzige Tochter der Großfürstin Vladimir, eine der unglaublich reichen
Romanovs, mit der grössten und feinsten Schmucksammlung der damaligen
Zeit am Zarenhof.
Das Diadem dürfte ein Geschenk zu ihrer Hochzeit gewesen sein, ihre
Mutter galt als eine der Förderinnen von Cartier und hat ihrer Tochter
mit einem hochwertigen Diadem aus diesem Haus ausgestattet. Oben im
Bild, links, sieht man die Prinzessin von Griechenland, wie sie nach
ihrer Hochzeit hiess, in jüngeren Jahren mit dem Diadem, zusammen mit
einer enormen Diamant Brosche in Schleifenform, die sie vom Zar Nikolaus
II. zur Vermählung erhielt. Marina Herzogin von Kent war die Begünstigte,
sie bekam das schöne Schmuckstück von Ihrer Mutter.
Der Kokoschnik
betont durch sanftes Anschwellen der Form die Mitte und legt sich gleich
dem scheibenförmigen Nimbus einer byzantinischen Madonna ums Haupt.
Die verzweigten Ranken füllen einen diamantbesetzten Rahmen mit Ornamente
nach oben und unten.
Freibeweglich aufgehängte Diamanttropfen im Halb-oval können das
Licht optimal einfangen, extra grosse Diamanten verzieren die russische
Form und betonen die Schnörkel. Jede Bewegung der Trägerin übertrug
sich sanft auf die gegen die Mitte hin größenmäßig
zunehmenden Steine, ein Mittelpunkt mit grossen Diamanten ergänzt das
Ganze.
Prinzessin Olga trägt zuerst das komplette Diadem, später auf dem Bild
rechts, in Athen 1962, fehlen die oberen Reihen mit den Tropfen Diamanten.
Prinzessin Maria-Pia von Savoyen trug vermutlich dies Diadem anlässlich
der Hochzeit von König Baudouin von Belgien mit Fabiola 1960, auch
da fehlen die Diamanttropfen.
Der Verbleib des Diadems ist unbekannt.
Der Name Kokoschnik ist aus dem russischen "kokosch" für
Hahnenkamm abgeleitet und bezeichnet anfänglich einen dem Hahnenkamm
nachgebildeten Kopfschmuck in rituellen russischen Volkstänzen.
Ursprünglich in einfacher Schildform aus Stoff gefertigt und mit
seitlichen Bändern, wurde der Kopfschmuck im 16./17. Jahrhundert
vom Hof aufgegriffen und aus kostbaren Materalien nachgearbeitet, der
sichelmondförmige edelsteinbesetzte Kokoschnik der Zarin Marie
Feodorowna ist dann zu einem riesigen fächerförmigen kompakten
Modelle angewachsen. Modisch wurde der Kokoschnik auch in Westeuropa
nach 1800, Bezeichnungen als russisches Diadem und Tiara "im russischen
Stil" war die Kokoschnikform, in London länger populär
als in Frankreich, so sind Anfertigungen bis 1937 bekannt.
Grand
Duchess Elena Vladimirovna was the only daughter of Grand Duchess Vladimir,
one of the unbelievably rich Romanovs, and owner of the largest and
finest jewel collection of all time. Grand Duchess Vladimir was frequent
customer at Cartier. The jewel might have been a wedding gift to Princess
Elena from her mother.
In the picture above, on the left, is Princess Nicholas of Greece, as
she was known after her marriage, wearing the tiara, together with a
large diamond bow-brooch, Tsar Nicholas II gave Helen for her own wedding.
Princess Marina of Kent received this item later, from her mother.
The diamond-set
framework is filled with filigree motifs climbing upward and down. A
series of large pearl-drop diamonds graduated to the centre are suspended
from the frame. Each movement of the wearer sets the suspended diamonds
in motion, reflecting the light in a dazzling way. A large diamond cluster
dominates the centre.
In the
centre picture (and the larger detail below) Princess Olga wears the
complete tiara. In the picture on the right, taken in Athens in 1962,
the hanging diamond drops are missing. This is the last known picture
of this tiara.
Princess
Maria Maria-Pia of Savoy wore the tiara (probably on loan) on the occasion
of the wedding of King Baudouin of Belgium with Queen Fabiola in 1960,
also with the diamond drops missing.
The tiaras
current whereabouts are unknown.
The Kokoschnik,
with its gently undulating form cresting at the centre, creates the
illusion of a halo circling the head of a Byzantine Madonna. The name
Kokoschnik comes from the Russian "kokosch", a form of headwear
worn in traditional Russian folk dancing. Originally of simple design
and form, and made from plain materials, the headwear became more elaborate
in the 16th and 17th century, adopting the form of a stiff halo made
from a variety of textiles, overlaid with sparkling ornaments ranging
from the humble sequin to the most precious gemstones.
The Kokoschnik
became fashionable in Western Europe after 1800, being referred to as
Russian tiara or tiare a la russe. The Kokoschnik form remained
popular in England longer than in France, and versions were often seen
there as late as 1937.
source:
Nadelhoffer and with thanks to Geoffrey Munn
Thanks
to Robert!
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