Großfürstin Vladimir, Maria Pawlowna, gekleidet für
einen Ball in einem Kostüm im elisabethanischen Stil.
Als 1921 Williams Leeds, Prinzessin Xenia von Russland heiratete,
kaufte ihre zukünftige Schwiegermutter, Mrs. Leeds, - inzwischen
Prinzessin Anastasia von Griechenland, - bei Cartier dieses Rubindiadem
als Hochzeitsgeschenk. Es wurde von Cartier 1908 für die Großfürstin
Vladimir im russischen Stil gefertigt und nach dem Tod der Großfürstin
1920 über ihre Erben von Cartier zurückgekauft.
Das Zentrum dominiert ein achteckiger Rubin von 5,22 Karat - der
Beauharnais Rubin, ein Edelsteine der aus dem persönlichen
Besitz der Kaiserin Joséphine stammen soll.
Sternförmig angeordnet um diesen seltenen Rubin, bedeutende Diamanttropfen
die allein schon einen sagenhaften Wert darstellen. Der achtzackige
Stern ist von einem Diamantkreis umschlossen, diese Ornamentik wiederholt
sich nach links und rechts. Der Kokoshnik wird aber noch durch eine
große Zahl von kleineren Rubinen in unterschiedlichen Schliffen
und einem reichen Diamantbesatz ergänzt..
Große Rubin Garnituren waren in Russland äußerst
selten! Warum es bei den Romanovs so wenige Rubine gab, geht auf einen
alten Aberglauben zurück, der den Rubin, in dem russischen Kulturkreis
zum Unglücksstein macht, - ein Stein der mit Blut behaftet sein
soll!
Ein Aberglaube, den man im späten 19. Jahrhundert anscheinend
aufgegeben oder über den man sich in Anbetracht der Schönheit
der Steine großzügig hinweggesetzt hat. - Zum Glück!
1874 schenkte Alexander II. doch seiner Tochter Marie Alexandrowna
eine der großartigsten Rubin-Paruren, die für ein Romanov-Mitglied
gefertigt worden ist. Der Zar soll mit dem Sammeln der Steine, schon
ab ihrer Geburt damit begonnen haben!
Auch Alexander III. bestellte für seine Tochter Xenia noch 1894
bei Bolin eine großartige Rubin-Garnitur als Brautausstattung.
Und eben der Rubinschmuck der Großfürstin Vladimir belegt,
dass die Schönheit und der Wert der Steine über den Aberglauben
gesiegt haben. Die Großfürstin Vladimir besaß auch
diesen großen Brustschmuck im Girlandenstil mit Rubinen und
Diamanten.
Es ist eine Platinarbeit vom Anfang des letzten Jahrhunderts, die
auf Cartier schließen lässt und mit einem außergewöhnlich
großen Rubin in der Mitte, der von 2 kleineren Rubinen flankiert
wird, besetzt ist. Die Diamanten dürften zusammen circa 80 Karat
wiegen.
Das Rot des Rubins ist eine wunderbare und herrschaftliche Farbe,
deren wirkliche Schönheit unsere Augen tatsächlich nur in
einem gegenständlichen Anblick erfassen können.
"Rubens" ist lateinisch und bedeutet rot. Wenn er
von feinster, taubenblutroter Farbe ist, zählt der Rubin bis
heute zu den wertvollsten aller Edelsteinen.
Im alten Indien, dem Land der Edelsteine, wurde die Farbe des Rubins
in 18 unterschiedlichen Rotnuancen beschrieben. Jeder Farbton hatte
eine eigene Bezeichnung im Sanskrit:
Vom "Blutrot" (Raktakhays) zur "Farbe der
Chinarose" (Odrapushpaka) oder jener roten Farbe des "Samenkorns
des Granatapfels". Der "Padmaraga" galt
als die Perfektion in sich - selbst für die Götter kaum
erreichbar und wurde die höchste Kaste der Rubine genannt.
Im legendären Mogok, dem einstigen Burma und heutigen Myanmar
wurden die schönsten Rubine der Welt gefunden. Grosse Rubinkristalle
in Edelsteinqualität sind aber heute äußerst selten
- so sind Rubine von über zwei Karat mit klarer roter Farbe sogar
teurer als Diamanten.
Für den europäischen Kulturkreis steht der Rubin mit seiner
einmaligen roten Farbe, dem intensiven Feuer und dem starken Glanz
für das Symbol der ewigen, beständigen Liebe - wer
ihn trägt, soll für immer Glück finden.
The Grand Duchess Vladimir of Russia wearing a gown, styled of the
century of Queen Elizabeth I. of England.
This is her wonderful ruby and diamond tiara that was made for her
by Cartier in 1908,
The central; stone was the Beauharnais ruby which had been bought
from descendants of Empress Josephine and which weighed 5.22 carats
of exquisite quality.
Subsequently sold after Miechen's death, it was purchased by Nancy
Leeds, widowed in the past of the king of tin, Mr. William B Leeds,
and lately Anastasia princess of Greece, whose appetite for jewels
was nearly as well developed as Miechen's.
She bought it for the wife of her son William, the Princess Xenia,
for their marriage in 1921.
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