Großfürst Kyrill verwöhnte seine Gemahlin Victoria-Melitta
von Sachsen-Coburg mit Juwelen, denn der älteste Sohn der Grossfürten
Wladimir musste lange auf seine grosse Liebe warten, sie war in erster,
arrangierter unglücklicher Ehe mit dem Grossherzog
von Hessen verheiratet, dann aber schmückte er sie mit dem
schönsten Schmuck, den die Juweliere in den Metropolen anboten.
Diese Garnitur aus Diadem, Collier und zweiteiliger grosser Brosche,
jedoch, gehörte einst der Mutter von Victoria-Melitta, es sind
ein Teil der berühmten Romanov-Saphire. Von denen Zar Alexander
II. eine Garnitur seiner Tochter Großfürstin Maria-Alexandrovna
zur Hochzeit schenkte. Eine der wenigen Schmuckstück der Herzogin
von Coburg die bekannt sind und hier abgebildet werden können.
Die Ornamentik der Parure hat eine tiefere Bedeutung, es ist die
Distel Schottlands, das Irische Kleeblatt und die Rose of England,
die Symbole wiederholen sich auch in dem Collier und waren eine Geste
dafür, dass Maria-Alexandrovna ins englische Königshaus
eingeheiratet hat (den Sohn von Queen Victoria, Herzog von Edinburgh).
Die naturalistisch geformten dreiblättrigen Kleeblätter
sind über und über mit Diamanten besetzt, bilden ein Verbindungsglied
von grossen runden Rank-Elementen, die ausgefüllten werden mit
einem Distelmotiv.
Hier sind die oval facettierten Saphire, als Knotenpunkt der Distel
gefasst.
Diese wechseln sich ab mit ovalen Saphiren in Karmoisierungen, die
blütengleich angeordnet sind und unterschiedlich grosse Blütenblätter
aus Brillanten haben.
Kleine Girlanden aus Diamanten, im Verlauf, hängen zwischen den
Elementen unterhalb der Kleeblätter.
Die Großfürstin verkaufte dieses Collier und die 2-teilige
grosse Brosche aus zwei Saphiren und einem Triangel Diamant als Element
des 3-blättrigen Kleeblattes, nach der Revolution an Cartier.
Oben im Bild trägt Victoria Melitta zu dem Saphir-Set ein passendes
Diadem, leider ist über den Verbleib nichts bekannt.
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