Am 24.Mai.1888 
Anlässlich ihrer prächtigen Hochzeits-
feier mit Prinz Heinrich von Preussen,
dem Sohn des deutschen Kaisers und 
Victoria, Princess Royal von England
der Tochter der Queen von England. Krone, Krönchen Bridal Crown Princess Irene of Hesse on her weddingday Hochzeitsgeschenke für die Braut Wedding Princess Irene of Hesse and Prince Heinrich of Prussia in 1888 hochzeitsgeschenke der prinzessin, Princess Irene of Hesse on her weddingday wearing a royal-imperial wedding crown PRINCESS IRENE OF HESSE,<br>
          daughter of Alice of Great Britain, GrandDuchess of Hesse and daughter-in-law 
          of ,her sister, Princess Victoria of Great Britain, Kaiserin Friedrich 
          on her wedding day, wearing the royal bridal crown with 6 arches of 
          the prussia vault

Braut Kronen - Krönchen der Preussen

Trauung der Prinzessin Irene von Hessen mit Prinz Heinrich von Preußen (1862 - 1929) oben, und zugleich letzte Aufnahme vom Kaiser Friedrich (sitzend) am Tag der Hochzeit 24. Mai 1888. Ebenfalls links oben im Bild Kaiserin Friedrich, Victoria Princess Royal von England, Schwiegermutter der Braut.

Die Braut anlässlich ihres glücklichen Tages, trägt ein weisses dekoriertes Hochzeitskleid mit Schleier und einem Braut Krönchen mit 6 Bögen aus der preussischen Schatzkammer.

Am 24. Mai 1888 konnte der Kaiser, noch der Vermählungsfeier des Prinzen Heinrich mit der Prinzessin Irene von Hessen im Kreise aller seiner Lieben beiwohnen. Und die Vorbereitungen zu diesem Familienfest, sowie auch die Instandsetzung der Räume dazu im Charlottenburger Schloß, fanden unter seiner persönlichen Beaufsichtigung statt, wenn er sich dazu auch schon des Rollstuhls bedienen mußte.


Die letzte Familienfeier zu Lebzeiten Friedrichs III. war die stattfindende Hochzeit seines Sohnes Heinrich mit seiner hessischen Cousine Irene, einer Tochter von Victorias Schwester Alice von Hessen-Darmstadt.

Die Einwilligung war wegen der nahen Verwandtschaft hinausgezögert worden; da es sich aber um eine Liebesverbindung handelte, erhielten die jungen Leute die Zustimmung. Kaum jemand beachtete damals, daß es ein viel größeres Hindernis als die bloße Verwandtschaft gab.

Durch Alice von Großbritannien kam die unheilbare Bluterkrankheit, die Hämophilie, aus England ins Haus Hessen-Darmstadt, von dort durch ihre Töchter Alix, der Kaiserin nach Rußland und durch Irene nach Preußen.

Queen Victoria wußte, daß ihr jüngster Sohn an dieser Krankheit litt, konnte sich aber nicht erklären, wie die bis dahin im britischen Königshaus nie aufgetretene Krankheit überhaupt hatte ausbrechen können. Entweder hatte eine spontane Mutation im genetischen Material Victorias stattgefunden, oder die Veranlagung war in der Erbmasse ihres Vaters, des Herzogs von Kent, vorhanden gewesen. Der jüngste Bruder der preußischen Victoria starb mit 31 Jahren an Hämophilie, zwei ihrer preußischen Enkel, die Kinder von Heinrich und Irene, waren Bluter; einer starb mit vier Jahren, der andere mit 56.


Heinrich und Irene waren sehr beliebt, ganz besonders auch bei den Verwandten in Großbritannien. Queen Victoria verlieh ihm 1889 den Hosenbandorden, ihr Nachfolger Edward VII. machte Heinrich zum Vizeadmiral der britischen Flotte. Lebenslang im Schatten seines Bruders Wilhelm II., waren seine wenigen Versuche, sich in Politik einzumischen, nicht erfolgreich.

Aus der Amtspresse Preussens VII. Jahrgang Neueste Mittheilungen:

Die Hochzeit des Prinzen Heinrich und der Prinzessin Irene findet am Donnerstag statt. Am Mittwoch Abend ist die Braut in Charlottenburg eingetroffen und feierlich empfangen worden. Die Gewerke bildeten bis zum Schlosse Spalier, die Garnison war vor dem Schlosse versammelt. Sowohl für diesen wie für den folgenden Tag wird die Hoftrauer abgelegt.
Die Vermählung erfolgt Donnerstag Mittags. Zunächst wird die Braut durch die Kaiserin Victoria mit der preußischen Prinzessinnenkrone geschmückt, welche Beamte des Krontresors unter Begleitung von einem Officier und zwei Mann der Garde du Corps herbeibringen. Darauf findet die standesamtliche Eheschließung vor dem Oberstkämmerer Grafen Stolberg als Minister des königlichen Hauses statt. Im Zuge begeben sich die Herrschaften nach der Schloßkapelle. Voran geht der Oberst-Marschall Fürst und Altgraf zu Salm-Reifferscheid-Dyck. Hinter dem Brautpaare folgen Hofdamen, welche der Braut die Schleppe tragen, und als Begleiter des Bräutigams der Vice-Admiral Graf Monts, der Kapitän z. S. von Seckendorff und die beiden persönlichen Adjutanten. Darauf die verschiedenen Hofchargen paarweise; dann die Kaiserin Victoria, geführt von dem Kaiser Friedrich und dem Großherzog von Hessen; die Hofstaaten der Kaiserin; der Prinz von Wales mit der deutschen Kronprinzessin; der Kronprinz mit der Großfürstin Sergius von Rußland (Schwester der Braut); der Kronprinz von Griechenland mit der Erbprinzessin von Meiningen; der Großfürst Sergius mit der Prinzessin Victoria von Hessen (vermählt an den Prinzen Ludwig von Battenberg).
Die Trauung vollzieht Oberhofprediger Kögel. Die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften treten im Halbkreise um das Brautpaar so, daß die Majestäten und der Großherzog von Hessen die ersten Plätze rechts einnehmen. Beim Wechsel der Ringe werden drei Mal 12 Schüsse abgefeuert. Darauf Frühstück an der königlichen Galatafel, bei welcher der Kaiser auf das Wohl des Brautpaares trinkt. Nach Aufhebung der Tafel wird die Krone den Beamten des Krontresors wieder überliefert, das Strumpfband von der Oberhofmeisterin ausgetheilt, und zieht sich das neuvermählte Paar zurück, um den Reiseanzug anzulegen.


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Die Hochzeitsgeschenke für die Braut sind zahlreich und kostbar.
Die Gabe des Großherzogs und sämmtlicher Geschwister der Braut sind fünf große Sterne von Brillanten
des Vaters speciell zwei Solitaire als Boutons.
Die Großmutter, die Königin von England, hat ein Armband mit einem Saphir, umgeben von vier Reihen Brillanten, geschenkt, kostbare englische Spitzen, seidene und sammetne Stoffe zu Roben, eine von ihr gehäkelte Decke und einen großen indischen Shawl.
Die beiden hessischen Prinzen Heinrich und Wilhelm geben der Braut ein Bildniß der Großmutter, der Prinzessin Karl von Hessen, mit.
Von der Herzogin von Edinburgh sind zwei verschlungene Hufeisen in Brillanten, von der Herzogin von Connaught ein indisches Halsband von Perlen und Edelsteinen geschenkt worden.
Ein Zettel in einem großen Silberkorbe bezeichnet als Geberin die Kaiserin Eugenie, drei große Silberkups den Prinzen Alexander von Hessen und die Fürstin Battenberg, zwei Anker aus Brillanten mit einer Koralle den Prinzen Alexander.
Die Damen aus der Gesellschaft Darmstadts verehrten der Braut ein lebensgroßes Oelbild ihrer Mutter, eine Kopie nach dem Bilde von Angeli, vom Direktor Hoffmann in Darmstadt.
Die Herren und Damen des Hofstaats eine reichgeschnitzte Staffelei mit vierzehn Blättern, Aquarellen von Darmstadt und Umgebung.
Die hessische Kavallerie-Brigade als Pathe ein goldenes Armband mit einem Brillanten, einem Smaragd und Rubin. Das Geschenk der Frauen Darmstadts besteht aus einem schweren, breiten, goldenen Armband mit zwei Medaillonbildern der Geschwister der Prinzessin Braut in Kapselform. Die Deckel derselben tragen große Chiffern in Brillanten und Rubinen, überragt von der großherzoglichen Krone in Brillanten.

Von zwei weiteren Geschenken besitzt das eine einen hohen Affektionswerth. Es ist eine Gabe der früheren Gouvernante der Großherzogin Alice, ein Armband, geflochten aus ihrem Haar, mit einer Kapsel, in welche eines der Augen der späteren Großherzogin gemalt ist.
Historischen Werth hat das Geschenk eines Privatmannes, des Ober- und Korps-Auditeurs Lotheißen. Es ist in einem reichen Etui aus Leder ein feines Leinwandgedeck mit sechs Servietten und dem preußischen Wappen als Muster. Der Schwiegervater des genannten Herrn hatte es einst aus dem Nachlaß eines französischen Generals gekauft. Wahrscheinlich ist es von Napoleons Zeiten her ein Beutestück aus einem der königlich preußischen Schlösser und so kommt es wieder in ein preußisches Schloß zurück.

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Wedding of Princess Irene of Hesse with Prince Heinrich of Prussia (1862 - 1929) on May 24, 1888

The wedding was the last appearance of Emperor Friedrich (sitting). Also present was Empress Friedrich (Victoria, Princess Royal of England), mother of the groom.

On this happy occasion, the bride wore a white wedding dress covered with flounces and blooms, with a veil and a 6-arch nuptial crown, one of the wedding crowns from the Prussian treasury, as well as a large necklace and earrings, probably gifts to the bride.

On May 24, 1888, the Emperor was still well enough to attend Prince Heinrich with Princess Irene's wedding celebrations surrounded by his beloved family and friends. And, although wheelchair-bound, he personally supervised the preparations for this family celebration, as well as the renovations to the castle of Charlottenburg for the newly weds.

The wedding of Prince Heinrich with his Hessian cousin, a daughter of Victoria's sister Alice of Hesse-Darmstadt, was the last family celebration attended by Friedrich III. He hesitated to give his consent to the wedding because of the close relationship between the couple (they were first cousins). However, moved by the young couple's evident affection, he relented and granted his blessing.

Hardly anyone noted at that time that there was a much greater obstacle than the close kinship. Irene's mother had inherited haemophilia, the incurable blood clotting disease, from her mother, Queen Victoria and introduced it into the House of Hesse-Darmstadt. From her, it passed to Russia through her daughter Alix, the Empress of Russia, and, via Irene, to Prussia.

Queen Victoria knew that her youngest son suffered from the illness. However she couldn't explain how the illness, which up until then had never manifested itself in the British royal house, had come from. It presumably resulted either from a spontaneous mutation in Victoria's genetic make up, or in that of her father, the Duke of Kent.

The youngest child of the Empress Friedrich died at age 31 of haemophilia, and two of her Prussian grandchildren, the children of Heinrich and Irene, were sufferers; one died at age four, the other at 56.

Heinrich and Irene were much liked, especially by their relatives in Great Britain. Queen Victoria awarded him the Order of the Garter in 1889. Her successor, Edward VII, made Heinrich a Vice Admiral of the British fleet. He lived in the shadows of his older brother William II, and his few attempts to interfere in politics were not successfully.

Special thanks to Robert Lachance for this translation!


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