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Perlen und Diamanten als Brustschmuck der bayrischen Königin
| Schmuck der Wittelsbacher
Ein Schmuck aus Gold und Silber gearbeitet, mit schimmernden Tropfenperlen,
unzähligen Diamanten, Diamantrosen und Altschliff-Diamanten.
39 cm hoch und 28,5 cm breit sind die unglaublichen Abmessungen dieses
herrlichen Brustschmucks der bayrischen Prinzessinnen und Königinnen
er ist in der Schatzkammer in München ausgestellt.
Wahrscheinlich aus dem Besitz von Elisabeth
Auguste von der Pfalz (1721-1794) nach deren Tod ohne Erben, fiel
der Schmuck an die Wittelsbacher und das regierende Haus Bayern, der
Familie und Nachkommen ihres geschiedenen Mannes Kurfürst Carl
Theodor.
1864 anlässlich der Hochzeit Maximilan II von Bayern, wurde ein
Maskenballs veranstaltet, davon existiert ein Foto dieser "devant
de corsage" oder Brustschmuck. Zu diesem Anlaß wurde das
Juwel, das erste Mal öffenlich getragen, von Marie
Königin von Bayern, der Mutter Ludwig II..
Das riesige Schmuckstück ist eine Rarität, denn die meisten der großen
Korsagen-Brosche wurden im Laufe der Zeit auseinander genommen, umgearbeitet
und in kleinere Broschen aufgeteilt. Den Erhalt in seiner Gesamtheit
macht ihn so einzigartig.
In der typisch dreieckigen Form, schmückte er die Vorderfront
des Mieders, vom Decollete bis zur Taille.
Die Blumen- oder Band-Ornamente waren ein beliebtes Motiv und man konnte
sie in mehrere Einzelteile zerlegen, damit man sie besser nutzen konnte.
Mehrere Unterteilungen - wie bei dem rechts abgebildeten Stück,
der Münchner Residenz, der aus drei Teilen besteht.
Die zarten Fragmente wurden auf das jeweilige Kleid genäht und
haben keine Broschierung, sondern nur Ösen an der Rückseite
für die Befestigung.
Die Diamanten sind in Silber offen "a-jour" gefasst, wie zu
dieser Zeit üblich und zusammen mit den samtig schimmernden Perlen,
bildeten sie ein Juwel für den großen Event mit Kerzenlicht, denn da
entfaltet er seine ganze Pracht und funkelt unnachahmlich..
Leider ist wenig bekannt, von diesem equisiten Stück und es existiert
auch keine Gemälde mit der Preziose aus der Zeit.
Stomacher waren im 18. Jahrhundert ein Standart-Schmuck und sehr verbreitet
bei Hofe. Während der Edwardianischen Zeit, d.h. im frühen 20. Jahrhundert,
wurden wieder vermehrt große Broschen in ähnlicher Weise
getragen. Manchmal wird ein Stomacher, "devant de Corsage" oder "Corsagebrooch"
genannt.
Stomacher Brooch in the Residenz in München
Made from silver, gold, gilt,diamonds, pearl-drops and pearl probably
in Germany 1710-1720 and once owned by Kurfürstin Elisabeth Auguste
von der Pfalz (1721-1794).
Stomachers were very height of fashion in the 18th century and again
during the Edwardian period, i. e. the early 20th century. Sometimes
a stomacher is called "devant de corsage" or a "corsage brooch"
The stomacher was a large ornamental piece of jewellery, often triangular
in shape. The women wore it on a bodice and it extended from the decolletage
to below the waistline. The decoration was normally of flower, rocaille
or ribbon design.
Some stomachers, as in this one, were made in sections so that they
could be separated into at least two or three parts.
The silver set diamonds and the shimmering pearls made this stomacher
a jewel for great events set in splendid parlours lit with candles.
This piece is unique as most of the stomachers have been broken up and
changed into smaller pieces of jewellery. The diamonds are "set a jour"
in an open setting. The decorations are of symmetrical flowers.
Unfortunately little is known of this equisite piece of jewellery and
it is not shown on any portrait from the period.
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