Prinzessin Salome schickte mir eine Depesche:"Teilen Sie mein Glück, habe mich eben mit dem Prinzen Achille Murat verlobt."
Es wurde mir erzählt, wie das Ganze gekommen.
Schon im vorigen Winter von der Kaiserin Eugenie und der Fürstin Ekaterina ins Auge gefasst, war die Angelegenheit in der letzen Woche zum Abschluss gebracht worden.
Der Kaiser übernahm es, seinem Neffen jährlich 50000 Franken Apanage zu geben, was mit dem gleichen Einkommen der Braut vortrefflich harmonierte, und ferner, dessen Schulden zu zahlen. Nun ja, Schulden...dass der junge Mann einer der verschwenderischten Lebemänner in Paris war, war ja stadtbekannt, unter den Diamanten, der damals so gefeierten - schönen Helena, Hortense Schneider, befand sich manches ihr vom Prinzen Achille Murat zu Füßen gelegtes Geschmeide.
Der Prinz galt für eine der schönsten Erscheinungen unter den jungen Leuten der höhen Gesellschaft.
Sohn des Prinzen Lucien und einer Amerikanerin, hatte er in seinem Wesen, seinem Akzent, seinem blonden Typus sehr viel von einem Engländer an sich. Das alles wusste ich schon vom Hörensagen vor der Verlobungsnachricht.
Die Braut fand ich damit beschäftigt, an ihre sämtlichen Petersburger und Pariser Bekannten Anzeigen ihres Glückes zu schicken und beim Adressenschreiben musste ich ihr helfen.
Sie war wirklich glücklich.
Zwar war die ganze Heirat eine von den beiderseiteigen Verwandten arrangierte, und sie hatte ihren Bräutigam erst drei oder viermal gesehen, aber in jenen Kreisen, namentlich in Frankreich, ist man es gewoht, dass Ehen auf die Art geschlossen werden. Und die belendenede Erscheinung des ihr vorgeführten Freiers hatte es ihr gleich angetan, sie war regelrecht verliebt ind den jungen Mann und freute sich innig darauf, "Princessin Achille Murat" zu werden.
Jetzt stand auch die interessante Aufgabe bevor, die Aussteuer, den Trosseau zusammenzustellen, die Einrichtung eines kleinen Palais im Elyseeviertel zu überwachen und die Brautgeschenk in Empfang zu nehmen, zu welchen schon heute der Grund gelegt war durche eine Diamantriviere, die ihr die eigenen Mutter, Prinzessin Ekatarine Dadiani, gegeben und ein Perlhalsband das ihr der Bräutigam Achille Murat,zu Füssen gelegt hat.
So hatte sie denn, wie im alten Liede heisst Diamanten und Perlen, schöne Augen hatte sie auch, eine doppelte Fürstenkrone dazu hundertausend Franken Einkommen mit 19 Jahren.
Im Mai 1868 wurde die Hochezit gefeiert.
Eine Hochzeit, die drei Trauungen umfasste, zuerst die Zivieltrauung in der Mairie, dann eine Vormittagstrauung nach katholischem Ritus in den Tuilerien im Beisein des französischen Kaiserpaares und am selben Abend um neun Uhr die in der griechischen Kirche nach orthodoxem Ritus.
An dieser letzten Zeremonie nahm ich als erstes Kranzelfräulein teil. Mein Amt bestand darin, während des ganzen Trauungsktes eine Krone über dem Haupte der Braut zu halten. Eine illustre Gesellschaft füllte die hellerleuchtetet blumengeschmückte Kapelle.
Die Toiletten der Damen waren von großer Pracht.
Die Braut trug einen Schleier, der für sie in Brüssel angefertigt worden und in dem das Familienwappen, das Goldene Vliess, eingewebt war.
Der Schleier wallte von einem Diamantendiadem herab, das Hochzeitsgeschenk der Kaiserin Eugenie.
1867 hat sich Kaiserin Eugenie von Frankreich, ganz nach dem aktuellen modischen Geschmack, eine Meander Diamant Tiara vom Maison Bapst, Paris, anfertigen lassen, evtl hat sie der neuen kaiserlich-napoleonischen Prinzessin, als Familienmitglied, eine kleinere Version davon geschenkt. Diese Tiara von Maison Bapst et Fils,stammt aus dieser Zeit, wir wissen es jedoch nicht.
Die Brautmutter war mit Orden und Ordensbändern geschmückt. Unter dem hier zur Schau getragenenen Geschmeide fiel besonders der historische Smaragdschmuck auf, den die Schwester des Bräutigams, die berühmt schöne Anna Murat, vermählte Herzogin Mouchy-Noailles, zu dieser feierlichen Gelegenheit angelegt hatte.
Die Gräfin Kinsky, die Erzählerin, trug ein bei Worth gefertigtiges Kleid aus weisser Gaze über rosa Seidenfutter mit unzähligen kleinen Volants von der Taille bis zur Schleppe garniert.
Am Montag gab es ein großes Familienessen in den Tuilerien, anlässlich der Hochzeit von Prinz Murat.
An der kaiserlichen Tafel nahmen folgende Gäste teil:
LL. Der Kaiser und die Kaiserin, H. S. A. I. I. Mgr. der Kaiserliche Prinz, Prinz Napoleon; H. A. Prinz Lucien Murat, S. A. Prinz Joachim Murat, S. A. Mgr. Prinz Achille Murat, S. A. S. Prinz Nicolas de Mingrélie, Prinz André Dadiani de Mingrélie; Gräfin Primoli, geb. Charlotte Bonaparte; Marquise de Roccagiovine, geb. Julie Bonaparte ; MM. der Herzog von Mouchy, General Chauchard, Marschall Canrobert; der Graf von Kergorlay, Graf Joachim Murat, ; Prinz Georges Schirvachèdre, Prinz Orbellani, Zeugen des Ehepaares; LL. AA. 11. Prinzessin Mathilde, Prinzessin Clotilde, H. S. A. S. Prinzessin von Mingrelia; LL. AA. Prinzessin Achille Murat, Prinzessin Lucien Murat, Prinzessin Joachim Murat; Herzogin von Mouchy, Marquis de Roccagiovine, Graf Primoli.
Nach dem Abendessen folgte ein intimer Ball zur Einweihung des Montagscourt der Kaiserin, die bisher in den kleinen Wohnungen Ihrer Majestät stattfand. Am vergangenen Montag wurde der Ball durch eine Neuerung, die durch die große Anzahl von Einladungen gerechtfertigt ist, zum ersten Mal im Marschallsaal abgehalten.
Das Orchester unter der Leitung von Strauss wurde nicht in einem Raum auf gleicher Ebene untergebracht, sondern in den Tribünen-Galerien wie bei den Zeremonienbällen installiert.
An diesem Abend waren elfhundert bis zwölfhundert Menschen anwesend; alle Botschafter mit ihren Ersten Sekretäre, Minister, Marschälle und die höchsten Würdenträger waren anwesend.
Das Abendessen fand um 13 Uhr in Dianes Galerie statt.
Nach dem Abendessen kehrten Ihre Majestäten in ihre Wohnungen zurück, und der Debütantenball begann.
Bis drei Uhr morgens, war auch die Kaiserin am ersten Montag, anwesend.
Das junge Paar ging zuerst auf eine paar Wochen nach dem herzoglichen Schlosse Mouchy und plante, den Rest des Sommers in Baden-Baden zuzubringen.
Quelle:Gräfin Kinsky Berta von Suttner, Memoiren.
Precious Wedding Gifts Royal Jewellery and Imperial Bonaparte Wedding on 23 May 1868
Princess Salome sent me a depesche: "Share my luck, I just got engaged to Prince Achille Murat".
I was told how the whole thing came.
Last winter, Empress Eugenie and Princess Ekaterina had already considered it, and the matter had been brought to a close last week.
The emperor took it upon himself to give his nephew 50000 francs of Apanage annually, which harmonized excellently with the same income of the bride, and furthermore to pay his debts. Well, debts...that the young man was one of the most wasteful men of life in Paris, was well known in the city, among the diamonds, the then so celebrated - beautiful Helena, Hortense Schneider, was many a piece of jewellery laid at her feet by Prince Achille Murat.
The prince was considered one of the most beautiful appearances among the young people of high society.
Son of Prince Lucien and an American, he had in his nature, his accent, his blonde type very much of an Englishman. I already knew all this from hearsay before the engagement message.
I found the bride busy sending announcements of her happiness to all her friends in St. Petersburg and Paris, and I had to help her write the addresses.
She was really happy.
The whole marriage was arranged by one of the relatives on both sides, and she had only seen her groom three or four times, but in those circles, especially in France, it is customary for marriages to be arranged this way. And the belligerent appearance of the suitor who had been shown to her had immediately impressed her, she was downright in love with the young man and was looking forward to becoming "Princess Achille Murat".
Now she also had the interesting task of putting together the trousseau, the trousseau, supervising the decoration of a small palace in the Elysee district and receiving the bridal gift, which already today was the basis for a diamond riviere necklace,given to her by her own mother, Princess Ekatarine Dadiani, and a pearl necklace laid at her feet by the groom Achille Murat.
So she had, as in the old song is called diamonds and pearls, beautiful eyes she also had, a double princely crown in addition hundreds of thousands of francs income with 19 years.
In May 1868 the mariage was celebrated.
A wedding that included three weddings, first the civil wedding in the Mairie, then a morning wedding according to Catholic rites in the Tuileries in the presence of the French imperial couple and on the same evening at nine o'clock in the Greek church according to Orthodox rite.
I was the first wreath-lady to take part in this last ceremony. My office was to hold a crown over the bride's head throughout the ceremony. An illustrious company filled the brightly lit chapel decorated with flowers.
The ladies' toilets were of great splendour.
The bride wore a veil made for her in Brussels in which the family coat of arms, the Golden Fleece, was woven.
The veil waved down from a diamond diadem, the wedding gift of Empress Eugenie:
The bride's mother was decorated with orders and ribbons. Among the jewellery on display here, the historical emerald jewellery which the sister of the bridegroom, the famously beautiful Anna Murat, married Duchess Mouchy-Noailles, had put on for this solemn occasion was particularly striking.
The Countess Kinsky, the narrator, wore a dress made by Worth in white gauze over pink silk lining with innumerable small flounces garnished from the waist to the train.
The young couple first went to a few weeks after the ducal castle of Mouchy and planned to spend the rest of the summer in Baden-Baden.
— Le mariage de le prince Achille Murat avec la princesse Salomé Dadiani de Mingrélie a été célébré le 13 mai, à une heure, au palais des Tuileries, en présence de l'Empereur et de l'Impératrice.
S. A. Mgr le Prince Impérial, LL. AA. II. Mme la princesse Marie Clotilde Napoléon et Mme la princesse Mathilde; LL. AA. Mgr le prince et Mme la princesse Lucien Murat; Mgr le prince et Mine la princesse Joachim Murat et le prince et les princesses leurs enfant*, Mgr le prince Louis-Napoléon Murat, S. A. S. Mme la princesse de Mingrélie, M. le prince Nicolas de Mingrélie, lU. le prince André Dadiani de Mingrélie, Mme la duchesse de Mouchy princesse Anna Murat, et M. le duc de Mouchy ; Mme la comtesse Primoli princesse Charlotte Bonaparte, et M. le comte Primoli ont assisté à cette cérémonie, ainsi que les grands officiers de la Couronne.
Les témoins du prince Achille Murât étaient S. Exc. le maréchal Canrobert, commandant du premier corps d'armée, et M. le comte Joachim Murat, député au Corps législatif.
Les témoins de Mme la princesse Salomé Dadiani de Mingrélie étaient M. le duc de Mouchy et M. le comte de Kergorlay, ancien député au Corps législatif.
Des voitures de la cour ont amené au palais des Tuileries LL. AA. Mgr le prince et Mme la princesse Lucien Murât, Mgr le prince Achille Murat, S. A. S. Mme la princesse de Mingrélie et Mme la princesse Salomé Dadiani de Mingrélie. Le soir, vers neuf heures, a eu lieu la bénédiction nuptiale à l'église orthodoxe russe.
Il y a eu lundi aux Tuileries, grand dîner de famille, à l'occasion du récent mariage du prince Murat.
A la table impériale se trouvaienl réunis :
LL. MM. l'Empereur et l'Impératrice, S. A. I. Mgr le Prince Impérial, S. A. 1. le prince Napo.. léon; S. A. le prince Lucien Murat, S. A. )e prince Joachim Murât, S. A. Mgr le prince Achille Murat, S. A. S. le prince Nicolas de Mingrélie, le prince André Dadiani de Mingrélie; Mme la comtesse Primoli, née Charlotte Bonaparte ; Mme la marquise de Roccagiovine, née Julie Bonaparte ; MM. le duc de Mouchy, le général Chauchard, le maréchal Canrobert ; le comte de Kergorlay, le comte Joachim Murat, député; le prince Georges Schirvachèdre, le prince Orbellani, témoins des mariés ; LL. AA. 11. la princesse Mathilde, la princesse Clotilde, S. A. S. la princesse de Mingrélie; LL. AA. la princesse Achille Murat, la princesse Lucien Murat, la princesse Joachim Murat; Mme la duchesse de Mouchy, M. le marquis de Roccagiovine, M. le comte Primoli.
Le dîner a été suivi d'nn bal intime destiné à inaugurer la série des lundis de l'Impératrice, lesquels avaient lieu jusqu'ici dans les petits appartements de Sa Majesté. Lundi dernier, par une innovation que justifiait le grand nombre des invitations recherchées et accordées, le bal avait lieu pour la première fois dans la salle des Maréchaux.
L'orchestre, conduit par Strauss, au lieu d'être placé dans une salle de plain-pied, était installé dans les galeries dites les Tribunes, comme pour les bals de cérémonie.
De onze cents à douze cents personnes figuraient à cette soirée ; tous les ambassadeurs et leurs premiers secrétaires, les ministres, les maréchaux, les plus hauts dignitaires étaient présents.
Le souper a eu lieu à une heure dans la galerie de Diane.
Après le souper, Leurs Majestés sont rentrées dans leurs appartements, et le cotillon a commencé.
A trois heures du matin était terminé le premier lundi de l'Impératrice.
Le mariage du Monseigneur le prince Achille Murat avec la princesse Salomé Dadiani de Mingrélie a été célébré le 13 mai, à une heure, au palais des Tuileries, en présence de l'Empereur et de l'Impératrice.
S. A. Monseigneur le prince Impérial, LL. AA. II.
Mme la princesse Marie-Clotilde Napoléon et Mme la princesse Mathilde; LL. AA. Monseigneur le prince et .}Ime la princesse Lucien Murât, Monseigneur le prince et Mme la princesse Joachim Murat et les princes et princesses leurs enfants, Monseigneur le prince Louis-Napo- léon Murat, S. A. S. Mme la princesse de Mingrelie, M. le prince Nicolas de Mingrélie, M. le prince André Dadiani de Mingrélie, Mme la duchesse de Mouchy, princesse Anna Murat, et M. le duc de Mouchy, Mme la comtesse Primoli, princesse Charlotte Bonaparte et M. le comte Primoli ont assisté cette cérémonie.
LL. EExc. le,; grands officiers de la Couronne, ainsi que l'adjudant général du Palais, LL. EExc. la grande maîtresse de la maison de l'Impératrice et la gouvernante des enfants de France, les aides de camp de l'Empereur, les premiers officiers, les officiers, les dames et les principaux fonctionnaires des maisons de Leurs Majestés et des princes et princesses de la famille Im- périale ; les femmes des grands officiers de la Couronne, des officiers et fonctionnaires des maisons impériales étaient également présents à la cérémonie.
Les témoins du prince Achille Murat étaient S. Exc.
le maréchal Canrobert, commandant du premier corps d'armée, et M. le comte Joachim Murat, député au Corps législatif.
Les témoins de Mme la princesse Salomé Dadiani de Mingrélie étaient M. le duc de Mouchy et M. le comte de Kergorlay, ancien député au Corps législatif.
Des voitures de la Cour ont amené au palais des Tuileries LL. AA. Monseigneur le prince et Mme la princesse Lucien Murat, Monseigneur le prince Achille Mu- rat, S. A. S. Mme la princesse de Mingrélie et M-* la princesse Salomé Dadiani de Mingrelie.
Le soir, la cérémonie à l'église russe était indiquée pour neuf heures; dès huit heures, les invités, munis de cartes, commençaient à remplir l'élégante mais étroite chapelle orthodoxe. Toute le monde était en tenue de bal ; presque tout le monde debout.
La cérémonie n'a pas commencé avant neuf heures un quart et a duré une heure environ.
Le prince Achille Murat avait son uniforme de sous- lieutenant de hussards.
La princesse avait une robe de satin blanc toute couverte de magnifiques dentelles. Elle est restée voilée pendant tous les épisodes de l'office, selon le rit grec, qui se termine, comme on sait, par le baiser de paix et durant une bonne partie duquel d'assez lourdes couronnes sont tenues au-dessus de la tête des mariés par deux ou trois de leurs parents ou amis intimes qui serelayent à tour de rôle. C'est ce qui remplace le poële du mariage romain. Les tenants s'appellent : frères du marié et de la mariée.
L'ég ise était illuminée à l'extérieur; les rues voisines encombrées de curieux faisant la haie ; bon nombre des plus magnifiques équipages de Paris étaient là réunis dans une émulation de beaux chevaux piaffants et d'éclatantes livrées.
Source:Memoire, Berta von Suttner-Gräfin Kinsky;Le Mémorial diplomatique, le monde illustre: journal international, politique, littéraire et financier;Le Figaro;
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